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Kinect, nützliches rumfuchteln

Dank Blogging Tom durfte ich gestern bei einer “Vorpremiere” von Kinect selber das neuste Wunderwerk von Microsoft testen. Mit einer Handvoll Blogger/Twitterer/Gamer hatten wir einen coolen geekigen Abend bei Microsoft. Was wir zu Gesicht bekamen waren Spiele in den verschiedensten Genres.

KinectDance

In Dance sehe ich ein grosses Potential, da es nahtlos an das GuitarHero, SingStar und Rockband Genre anschliesst. Es geht (wer hätte es anders gedacht) um Tanzen. Die Moves sollen so genau wie möglich mit vollem Körpereinsatz nachgemacht werden. Man kann Tanzen lernen oder seine eigenen Moves verbessern. Solide und schön gemacht.

KinectAnimals

Tamagochi auf niedlich mit Kätzchen, denen man Kunststücke beibringen soll. Einfach nur niedlich mit etwas psychedelischer Musik.

KinectAdventures

Mein Favorit! Es soll eine Abfolge von 40 Minispielen werden, bei uns in der Preview waren es nur  drei. Diese habe aber voll Spass gemacht. Da haben sich die Entwickler wirklich Mühe gegeben. Man muss miteinander oder auch gegeneinander kleine Abenteuer bestehen. Riverrafting, Hindernisparcour, alles was Laune macht.

KinectSports

Das übliche Bowling ist drin, Sprint, Tischtennis, Volleyball, Fussball, und sonst noch ein zwei andere. Da ich im wirklichen Leben kein grosser Sport-Fan bin, konnten mich diese Spiele beschränkt begeistern. Denke aber für ein Workout hat das echt Potential. Aber aufgepasst, die Nachbarn unten könnten keine Freude am Gestampfe haben!

KinectJoyride

Autorennen ohne Steuerrad. Gas und Bremse braucht es nicht. Es gibt die Möglichkeit einen Boost zu nutzen, indem man die Arme anzieht und dann nach vorne loslässt. Macht echt Spass! Nicht realistisch, es wird voll auf Gameplay gesetzt.

Wie ist es denn nun?

Als Gamer im Herzen muss ich sagen, dass es echt Spass macht mit dem Ding zu spielen. Das rumfuchteln schaut nur im ersten Moment irritierend aus. Man kommt aber schnell rein und kann damit umgehen. Die Kamera nimmt 48 Punkte am Körper auf. Somit sind auch komplexe Bewegungen möglich. Hat man erstmal das Bedienungskonzept begriffen, kann man recht einfach und schnell durch die Menus navigieren.

Und sonst so?

Kinect ist eine vielseitigere Wii mit schönerer Grafik. Negativ ist mir aufgefallen, dass man echt viel Platz braucht. Zu zweit ist man einander schon recht schnell im Weg. Ob es Vier-Spieler Games geben wird weiß ich nicht, aber aufgrund des Platzmangels und des Blickfeldes der Kamera kann ich mir das nicht vorstellen. Eine XBOX360 mit Kinect Sensor kostet bei Brack zum Beispiel 538.-, man bedenke aber, dass man keine Controller kaufen muss, falls man mal Besuch hat und zusammen spielen will. Eine Wii, mit der ich sicher zu viert spielen kann, kostet 259.- plus 309.- für vier Controller Sets. Für mich ist Kinect kein Wii-Killer, aber jeder, der eine XBOX360 hat, wird sich eher Kinect dazukaufen als eine Wii. Die Wii ist und bleibt die ultimative Party/Familienkonsole. Mit Kinect hat die XBOX360 einen WAF (Woman acceptance factor) bekommen. Dank Kinect hat jeder Mann in einer Beziehung ein Argument eine XBOX360 zu kaufen ;) Wie sich Kinect durchsetzen wird, kann ich nicht weiter verfolgen, ich habe ja keine XBOX360.