Wer kennt es nicht, findige Werber und Marketingstrategen vermögen immer wieder Bedürfnisse für Produkte zu wecken, die man eigentlich gar nicht benötigt. Bei mir so geschehen durch den Newsletter von http://www.daydeal.ch/. Eines Tages wurde die Taucherbrillenunterwasserkamera „Liquid Image Explorer Series 5.0MP“ zum Schnäppchenpreis zum Verkauf angeboten. Im Wissen, dass ich demnächst zum Strandurlaub aufbrechen wollte, hat sich das unbändige Verlangen nach einer solchen Kamera entwickelt. Der Rest ist Geschichte.
Aber sind solche Spontankäufe nur nutzlos?
In seinem Urlaub hat @Ischkur dann die Taucherbrillenunterwasserkamera einem „harten“ Praxistest unterzogen. @Ischkur ist ein Gastblogger auf nutzlos.ch. Er ist bei http://twitter.com/ischkur und auf seiner eigenen Homepage http://www.plopp.ch anzutreffen.
Inbetriebnahme:
Die Inbetriebnahme ist sehr einfach. Man füttert die Kamera am vorgesehenen Ort mit Batterien und schon ist sie grundsätzlich Einsatzbereit. Der interne Flash Speicher von 16 MB ist aber nicht sehr gross. Es empfiehlt sich daher eine zusätzliche Micro SD Speicherkarte (maximal 2GB). Ich habe für meinen Test auf die Beschaffung einer solchen Karte verzichtet und musste daher ziemlich häufig die Bilder von der Kamera kopieren. Was übrigens mit dem mitgelieferten USB-Kabel sehr einfach ist.
Betriebsarten:
Man kann zwischen den zwei Betriebsarten Foto und Film wählen. Die Betriebsart wird einerseits auf einem kleinen Display (LCD) im Gehäuserand zusammen mit der Anzahl der erstellten Aufnahmen und dem Batteriestatus, andererseits durch ein rot (Foto) oder blau (Film) leuchtendes LED angezeigt. Das LED ist auch erkennbar, wenn man die Taucherbrille aufgesetzt hat. Das LCD sieht man nur, wenn man die Brille abgesetzt hat.
Bedienung:
Auch die Benutzung in oder ausserhalb des Wassers ist sehr einfach. Die Kamera wird durch zwei Knöpfe am rechten oberen Gehäuserand bedient. Der rote Knopf dient zur Wahl der Betriebsart, der gelbe zur Auslösung eines Fotos, respektive zum Starten oder Stoppen eines Videofilms. Leider sind die Knöpfe sehr nahe nebeneinander, so dass ich einige Male versehentlich die Betriebsart geändert und prompt danach einen Film anstelle eines Fotos aufgenommen habe. Ärgerlich, weil danach der begrenzte Speicherplatz gefüllt war und ich das Fotoshooting im Pool mit meiner Freundin nicht mehr weiterführen konnte, willkommen, weil der daraus entstandene Film sehr lustig wurde. Es wäre aber trotzdem besser, wenn der eine Knopf auf der anderen Seite des Gehäuses wäre. Beim Wechseln der Betriebsart ertönt ein kurzer Pfeifton. Leider ertönt ein identischer Ton, wenn man den Auslöser drückt. Eine Aufnahme kann nur ausgelöst werden, wenn das LED leuchtet. So wird einem auch angezeigt, wenn die Kamera noch mit der vorhergehenden Aufnahme beschäftigt ist. Dies kann übrigens eine Weile dauern. Schnelle Aufnahmen hintereinander sind nicht wirklich möglich.
Qualität der Aufnahmen:
Ich habe eine Qualität von günstigen Digitalkameras erwartet, die entstandenen Aufnahmen sind aber erstaunlich gut. Sowohl die Fotos als auch die Filme übertreffen meine Erwartungen um einiges. Ich denke, ein Bild sagt hier mehr als tausend Worte.

Fische im Meer, Distanz ca. 2-3 Meter

Ich mit spezieller Pose im Pool
Ist die Liquid Image Explorer Series 5.0MP nutzlos?
+ Spassfaktor beim selbständigen Schnorcheln im Meer
+ Spassfaktor beim Fotoshooting im Pool oder Meer
+ Spassfaktor beim Ansehen der Aufnahmen (mit einigen Überraschungen)
+ Erstaunlich gute Qualität
+ Verbindung zum PC ohne Installation, wie mit USB-Stick
+ Möglichkeit den Speicherplatz durch SD Karte bis auf 2 GB zu vergrössern
+ Anzeige der Betriebsart durch LED’s
- Sehr beschränkter Speicherplatz (ohne zusatzkarte)
- Es ist eher schwierig das Motiv in die Bildmitte zu bringen
- Abstand zwischen den Bedienungsknöpfen ist zu klein
