Ich habe den sechsten Band der fünfteiligen Trilogie aus vier Bänden zu Ende gelesen.
Alleine dieser Satz sollte die Fans des “Per Anhalter durch die Galaxis” ins Schwelgen bringen. Doch ich muss leider entäuschen. Auf dieses Buch hat kaum einer gewartet. Die Geschichte an sich ist okey. Hohe Witzdichte und alles sehr skurril, wie man es von einem “Anhalter”-Buch kennt und liebt. Nur fehlt einfach der Bezug zur Idee von Douglas Adams und seinen Charakteren.
Du liest doch eh nie!
Das stimmt, doch die Anhalter-Reihe habe ich mehr als 3mal gelesen. Den ersten Band sogar mehr als 10mal (in Deutsch und English). Immer wenn ich mal wieder was Witziges, Albernes, Aufmunterndes lesen will, nehme ich mir den ersten Band und verschlinge ihn. Daher darf ich (meiner Meinung nach) eine Buchkritik schreiben.
Was ist falsch?
In allen 5 Büchern ging es hauptsächlich um Arthur Dent, den britischen Looser, der eingentlich nur seine Ruhe haben will. Und dabei auf alles Mögliche trifft, was man in der Galaxis treffen kann. Doch “Und übrigens noch was…” ist eine zusammengewürfelte Geschichte mit vielen unkoordinierten Storyfäden. Wer sich in der nordischen Mythologie nicht etwas auskennt hat echt wenig Spass am Buch. Die Idee, wie Arthur, Trillian, Ford und Random vor der (mal wieder) Zerstörung der Erde zum Ende des fünften Bandes gerettet werden, passt einfach nicht zur Art von Adams. Die Erklärungen vom “Anhalter” fehlen komplett, ein einfaches “Anmerkung” ist mir etwas zu wenig storybezogen. Ganz schlimm, Marvin fehlt komplett!
Was ist richtig?
Man hört wie es den Charakteren in den letzten Jahren ergangen ist. Wie es mit der Erde weitergehen könnte. Und es wird (wie bisher) ein guter gesellschaftskritischer Spiegel vorgesetzt. Kurzweilige kleine Geschichten finden im Buch immer wieder genau den Punkt, der einem zum Schmunzeln oder Lachen bringt. Die ganze Galaxis wurde modernisiert. So gibt es jetzt Sub-Etha-Seiten, bei denen die Clicks gezählt werden. Stimmig!
Was denn nun?
Wer gerne eine hohe Witzdichte hat, sich gerne in der “Anhalter”-Galaxis aufhält und sich eh nicht mehr an die anderen 5 Bände erinnern kann, der soll sich “und übrigens noch was…” kaufen. Doch wer wissen will, wie es DEM Hauptprotagonisten der Roman-Reihe ergeht, soll sich seine eigenen Gedanken machen und damit glücklich werden. Sie sind bestimmt besser als das was einem in dem Buch geboten wird. Eoin Colfer hätte meiner Meinung nach dieses Erbe nicht antreten sollen. Rest in Peace Douglas

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Ich kenne Eoin Colfer von seinen “Artemis Fowler”-Bänden her und ich liebe die Geschichten um den super-intelligenten Artemis und seiner Elfenfreundin Holly. Die Bände kann ich nur empfehlen.
Die “Per Anhalter durch die Galaxien”-Trilogie hingegen ist schon lange auf meiner Liste der zu lesenden Bücher. Bisher habe ich sie leider noch nicht gelesen. Das hole ich aber bald nach, wenn ich so deinen Artikel lese.
Aber besonders interessant finde ich den Umstand, dass Eoin Colfer einfach eine Trilogie (ha ha!!!) mit zwei weiteren Bänden ergänzt. Wie geht denn das und warum macht man so was? Ich denke, ich werde bei den Originalen bleiben; echter Artemis und echter Anhalter.
Eoin Colfer hat nur den 6. Band geschrieben.
Der anhalter ist eine triologie mit 5 Bänden. Welche Douglas Adams geschrieben hat.
Und wenn du erstmal den ersten Band gelesen hast, wirst du die aussage verstehen